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Was ist Agility?
Agility, zu deutsch Behendigkeit, Gewandtheit, ist eine aus England kommende Hundesportart, die vor allem in den westeuropäischen Ländern bereits eine große Anhängerschaft gewonnen hat. Es ist Freizeitsport für Hund und Mensch, in dessen Mittelpunkt ein Hindernisparcours steht, den es zu überwinden gilt.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Im Prinzip kann jeder Hund Agility betreiben. Lediglich Vertreter sehr kleiner oder sehr großer Rassen sowie kranke Hunde können unter Umständen nicht alle Hindernisse bewältigen. Im Zweifelsfall sollte man den Tierarzt befragen.
Die Hunde sind in zwei Größenklassen eingeteilt, für kleinere Hunde gibt es die Mini-Klasse, bei der die Sprunghöhen und -weiten verkleinert sind.
Es ist darauf zu achten, daß Welpen und Junghunde keine Sprünge ausführen und keinen engen Slalom laufen dürfen; die Gelenke würden sonst evtl. Schaden nehmen. Das heißt aber nicht, daß diese Hunde kein Agility betreiben können. Die Hürden werden auf wenige Centimeter heruntergestellt; und auch ein acht Wochen alter Welpe kann mit Begeisterung durch einen Tunnel sausen.
Auch an den Hundeführer werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Selbst wer schon älter oder nicht so gut zu Fuß ist, kann Agility betreiben. Dieser Freizeit-Sportler kann dann mehr Aufmerksamkeit und Gewichtung auf die Führung der Distanz legen.
Wie sieht das Training aus?
Zunächst einmal muß der neue Agility-Hund die einzelnen Hindernisse kennenlernen. Das fängt meist mit den Hürden an. Er muß lernen, über die Stangen zu springen statt darunter durch oder um die Hürde herum zu laufen. Der Hundeführer führt ein entsprechendes Kommando ein, in Verbindung mit einer entsprechenden Handbewegung. Erst wenn der Hund die verschiedenen Hindernisse sicher beherrscht und der Hundeführer gelernt hat, die Kommandos korrekt zu geben, können mehrere Hindernisse hintereinander bewältigt werden. Zunächst werden zwei, dann drei Hindernisse in gerader Linie aufgestellt; Kurven kommen erst viel später dazu.
Fortgeschrittene Hundeführer arbeiten an der Präzision, an Führung auf Distanz und an dem Führungswechseln. “Der Hund läuft links vom Hundeführer” oder “der Hund läuft rechts vom Hundeführer”. Dann sollte noch das Vorausschicken des Hundes und das vom weitem Abrufen des Hundes (beim Start) geübt werden.
Meist wird ein- bis zweimal jeweils bis zu einer Stunde in der Woche trainiert. Mehr als eine Stunde hintereinander sollte mit einem Hund nicht geübt werden da in den meisten Fällen die Konzentration nachlässt und sich dadurch Fehler einschleichen können. Wenn Hund und Hundeführer Spaß daran haben, können sie natürlich auch öfter in der Woche trainieren. Jedoch sollte man darauf acht geben, dass der Hund genauso viel Spaß daran hat wie der Hundebesitzer. (Als grober Richtwert: Ein durchschnittlicher, unerfahrener Hundeführer trainiert bis zum ersten erfolgreichen Start auf einem Turnier etwa ein Jahr.)
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